Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimester

Wenn Sie für den Abbruch einer Schwangerschaft zu uns kommen, haben Sie erst ein Gespräch mit einem Arzt/Pfleger(in)oder einer Beratungsstelle. In diesem Gespräch geht es um Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und den Grund Ihres Entschlusses. Darüber hinaus wird der Gebrauch von Verhütungsmitteln (Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft) besprochen. Mit Hilfe eines Ultraschalls wird zur Kontrolle die Schwangerschaftswoche bestimmt.

Auf unserer Webseite können Sie in einem Animationsfilm sehen, wie die Behandlung ungefähr verläuft.

Eine Abtreibung im ersten Trimester ist eine Saugkürettage, die bei Schwangerschaften bis zur 10. Woche nach der Befruchtung eingesetzt wird.

Wie bei einer gynäkologischen Untersuchung, nehmen Sie auch für diese Behandlung in einem gynäkologischen Stuhl Platz. Der Arzt bestimmt durch eine Tastuntersuchung die genaue Lage der Gebärmutter. Im Vorfeld der Behandlung wird der Gebärmuttermund desinfiziert und lokal betäubt. Sie können sich auch für eine Vollnarkose (Sedierungsnarkose) entscheiden, bei der Sie vom Eingriff überhaupt nichts wahrnehmen.

Es wird ein Spekulum in die Vagina eingebracht, so dass der Gebärmutterhals sichtbar gemacht werden kann. Der Arzt bestimmt mit Hilfe einer Sonde die Länge der Gebärmutterhöhle. Der Gebärmutterhals wird ausgedehnt, um ein Röhrchen (6 bis 8 mm) einzuführen. Hiernach wird die Gebärmutterhöhle leer gesaugt. Deshalb wieder dieser Eingriff Saugkürettage genannt.

Der gesamte Eingriff dauert etwa 5 bis 15 Minuten. Die Behandlung wird unter Anwesenheit einer Krankenschwester durchgeführt. Sie wird Sie darüber informieren, was genau passiert und was Sie spüren könnten. Sie kontrolliert außerdem den Blutverlust und die Bauchschmerzen.

Die Schmerzempfindung ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Die meisten Frauen haben am Ende des Eingriffs Schmerzen, wenn die Gebärmutter sich zusammenzieht (Kontraktionen). Diese Schmerzen sind mit denen einer schmerzlichen Menstruation zu vergleichen. Manchmal sind die Schmerzen auch etwas massiver. Manche Frauen haben starke Krämpfe, andere fühlen praktisch nichts. Die meisten Frauen leiden direkt nach dem Eingriff nicht oder an wenig Ausfluss.

Nach der Behandlung bleiben Sie noch eine halbe Stunde oder eine Stunde im Ruhezimmer (länger bei Vollnarkose). Sie erhalten noch einige Tipps und Informationen über die Folgen der Behandlung, ein Rezept für ein Antibiotikum und Anweisungen, die Sie in den kommenden Wochen einhalten müssen. Nach einer letzten Kontrolle vom Arzt können Sie die Klinik verlassen.

In den ersten Tagen nach der Behandlung können Bauchkrämpfe sowie geringer Blutverlust auftreten, in etwa vergleichbar mit einer normalen Menstruationsblutung.