
Wenn Sie für den Abbruch einer Schwangerschaft zu uns kommen, haben Sie erst ein Gespräch mit einem Arzt oder einem/einer Pfleger(in). In diesem Gespräch geht es um Ihren allgemeinen Gesundheitszustand und den Grund Ihres Entschlusses. Darüber hinaus wird der Gebrauch von Verhütungsmitteln (Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft) nach der Behandlung besprochen. Mit Hilfe eines Ultraschalls wird zur Kontrolle die Schwangerschaftswoche bestimmt.
Auf unserer Website können Sie in einem Animationsfilm sehen, wie die Behandlung ungefähr verläuft.
Wenn Sie länger als 10 Wochen schwanger sind, muss der Gebärmuttermund weiter ausgedehnt werden. Im Vorfeld der Behandlung wird der Gebärmuttermund desinfiziert und lokal betäubt. Sie können sich auch für eine Vollnarkose (Sedierungsnarkose) entscheiden, wobei Sie nichts von der Behandlung merken.
Hiernach wird die Frucht mit Hilfe geeigneter Instrumente entfernt. Anschließend werden die Reste mit einem Kunststoff-Saugröhrchen abgesaugt. In einigen Fällen wird eine Stunde vor der Behandlung ein Medikament verabreicht (Prostaglandin), welches den Gebärmuttermund entsprechend vorbereitet.
Der gesamte Eingriff dauert etwa 15 bis 45 Minuten. Die Behandlung wird unter Anwesenheit einer Krankenschwester durchgeführt. Sie wird Sie darüber informieren, was genau passiert und was Sie spüren könnten. Sie kontrolliert außerdem den Blutverlust und die Bauchschmerzen.
Die Schmerzempfindung ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Die meisten Frauen haben am Ende des Eingriffs Schmerzen, wenn die Gebärmutter sich zusammenzieht (Kontraktionen). Diese Schmerzen sind mit denen einer schmerzlichen Menstruation zu vergleichen. Manchmal sind die Schmerzen auch etwas massiver. Manche Frauen haben starke Krämpfe, andere fühlen praktisch nichts. Die meisten Frauen leiden direkt nach dem Eingriff nicht oder an wenig Ausfluss.
Nach der Behandlung bleiben Sie noch eine halbe Stunde oder eine Stunde im Ruhezimmer (länger bei Vollnarkose). Sie erhalten noch einige Tipps und Informationen über die Folgen der Behandlung, ein Rezept für ein Antibiotikum und Anweisungen, die Sie in den kommenden Wochen einhalten müssen.
In den ersten Tagen nach der Behandlung können Bauchkrämpfe sowie geringer Blutverlust auftreten, in etwa vergleichbar mit einer normalen Menstruationsblutung.